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Hörspiel: Noli peccare deus videt

Für einen Vortrag in Germanistik habe ich mit Freunden ein kleines Hörspiel produziert.
Der Vortrag behandelte den Fall des Leipziger Theologieprofessors Wilhelm Bruno Lindner, der zwischen 1858 und 1859 mehrere wertvolle Handschriften aus der Universitätsbibliothek und der Stadtbibliothek entwendet und/ oder unwiederbringlich zerstört hatte.
Lindner gab an, dies aus kunsthistorischem Interesse getan zu haben, was damals wie heute keine Rechtfertigung für eine solche Tat ist.
Man wurde auf sein Vergehen aufmerksam, als er dem Leipziger Antiquar und Verleger T. O. Weigel Stücke aus seiner "Privatsammlung" vorlegte, die dieser wiederum dem damaligen Direktor der Universitätsbibliothek Dr. phil. Ernst Gotthelf Gersdorf zeigte. Gersdorf erkannte sie als der Bibliothek gehörig und nach einigen Nachforschungen und weiteren Verdächtigungen wurde Lindner angezeigt.
Am 27. Februar 1860 begann die Verhandlung gegen Lindner, die bis zum 29. Februar andauerte. An diesem Tag setzt das Hörspiel ein.

Lindner wurde zu sechs Jahren Arbeitshaus und Übernahme aller Kosten verurteilt.

Sprecher:
Reporterin: Anne-Karoline Distel
Staatsanwalt Barth: Christoph Dziedo
Verteidiger Schrey: Marcus Hahm
Vorsitzender Wilhelmi: Oliver Soos
W.B. Lindner: Matthias Trinks
Regie, Musik: Anne-K. Distel
Dramaturgische Beratung: Janine Dittmann
Schnitt: Christoph Dziedo
Mischung: Anne-K. Distel und Christoph Dziedo

Produziert Jan./ Febr. 2005

Einleitung

Plädoyers

Choral

Sprecher (Besetzung)

Outtakes